Heinrich Mann



In der kantig gebrochenen Formgebung wird Scharff von kubistischen Interessen geleitet. Das aristokratische Wesen Manns bringt er in der Verknappung der bildnerischen Mittel gekonnt zum Ausdruck. Souveräner Spott und funkelnder Geist, den Zeitgenossen seinen gesellschaftskritischen Romanen bescheinigen, ist auch dieser Büste zu eigen.
Der Schriftsteller hat zwei Jahre zuvor "Der Untertan" veröffentlicht, der ein großer Verkaufserfolg wird. Zahlreiche Aufführungen seiner bis 1920 geschriebenen Schauspiele fördern sein Ansehen in Deutschland. 1933 wird Mann, der inzwischen in Berlin wohnt, Schriftenverbot erteilt und nach seiner Emigration die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.

 

(1871 - 1950) 1920
Bronze 33 x 21 x 28 cm
Dauerleihgabe der Erbengemeinschaft